Artesische Quelle:
Von dieser spricht man, wenn das Wasser infolge eines Überdrucks des Tiefenwassers, z.B. durch den Druck der natürlichen Kohlensäure, aufsteigt.
Aqua-(le) Ergometrie:
Eine dosierte Unterwasser-Therapie mit Ergometern, einschließlich Wasserlaufbändern.
(Natürliches) Heilwasser:
Natürliches Heilwasser stammt aus unterirdischen, von Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und ist von ursprünglicher Reinheit. Es muss direkt von der Quelle abgefüllt werden. Aufgrund seiner lebenswichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente besitzt Heilwasser lindernde, vorbeugende und heilende Wirkung. Diese muss wissenschaftlich nachgewiesen sein und wird durch die amtliche Zulassung als Arzneimittel bestätigt.
Immersion:
Üblicher englischer Begriff für das „passive“ Vollbad, speziell in der Weltraummedizin zur Simulation von Schwerelosigkeit genutzt. Wirkfaktoren: Auftrieb, Druck, Viskosität.
Jodhaltige Wässer (Jodwasser):
Jodmangel gehört in Deutschland zu den meist
verbreiteten Mangelerscheinungen. Folgen können
Störungen im Hormonhaushalt, langsamere Entwicklung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Lern- und Merkschwierigkeiten sein. Vor allem bei Menschen mit aktiver sportlicher Betätigung ist eine ausreichende Jodzufuhr sehr wichtig. Jodhaltige Wässer müssen mindestens 1mg Jodid pro Liter enthalten.
Bei den in der Regel kombinierten Trink- und Bäderkuren wird das Jod, auch von der Haut, rasch resorbiert… Die bei den Trinkkuren zugeführten Jodmengen sind vor allem bei der Schilddrüsen-Therapie sehr hilfreich.
Im Jodbad kommt es zu einer Kreislaufumstellung, bei der die Entspannung des arteriellen Systems sowie eine Steigerung der Pulsfrequenz im Vordergrund stehen. Dem Jod wird hier vor allem eine direkte Wirkung auf die Gefäße zugeschrieben.
Radonwässer:
Radon ist das leicht alpha-strahlende Zerfallsprodukt des Elements Radium. Im Vordergrund der Anwendungen im Kur-/Gesundheitsbereich stehen Behandlungen von Rheuma, Altersbeschwerden, vegetativen oder hormonellen Störungen. Doch auch bei Kreislaufstörungen /Erkrankungen (Blutdrucksenkung, Durchblutungssteigerung) wie auch bei allergischen Erkrankungen werden damit gute Erfolge erzielt.
Schwefelhaltige Wässer (Schwefelquellen):
Mit einem Gehalt von 175 Gramm im Körper zählt Schwefel zu den wichtigsten Baustoffen im menschlichen Organismus. Die Hauptmenge ist in der Haut, den Muskeln und den inneren Organen eingelagert.
Schwefelhaltige Wässer müssen mindestens 1 mg/l Sulfidschwefel enthalten. Schwefelwasserstoff wird beim Trinken, Inhalieren sowie durch die Haut in Wasser- und Gasbädern leicht aufgenommen. Neben der entzündungshemmenden ist die starke Hautreizwirkung der Bäder charakteristisch, die zu intensiver Erweiterung der Gefäße mit gesteigerter Wärmeempfindung und damit zu einer Schmerzlinderung und Verminderung des Kälteempfindens führt.
Solen:
Wässer mit höheren Natriumchlorid-Gehalten heißen Solen und weisen Kochsalzkonzentrationen bis zu mehr als 25 Prozent auf. Zwischen 1,4 %- und 6 %-ige Solen werden zum Baden, die schwächeren darunter auch zum Inhalieren verwendet.
Solebäder führen unter anderem zur Dämpfung der nervösen Erregbarkeit und zur Hebung des Allgemeinzustandes. Der starke Auftrieb begünstigt Unterwasser-Bewegungsbehandlungen. Sole, vor allem höher konzentrierte, wird in Wannenbädern in Verbindung mit A-/UV-B-Strahlen auch zur Behandlung von Hauterkrankungen (Schuppenflechte, Akne
vulgaris etc.) eingesetzt.