Massage-Techniken im Überblick: Arten, Wirkung und die richtige Wahl
Massagen unterscheiden sich vor allem durch ihre Technik: Klassische Massagen lockern gezielt die Muskulatur, Wellness-Massagen stehen für Entspannung und Wohlgefühl, fernöstliche Verfahren arbeiten mit Druckpunkten und Energiebahnen. Wer die Unterschiede kennt, wählt im Wellnessurlaub die Anwendung, die wirklich zu ihm passt.
In diesem Beitrag finden Sie folgende Themen:
-
- Was ist der Unterschied zwischen Wellness-Massage oder medizinischer Massage
- Diese 5 Massage-Grundgriffe sollte man kennen:
- Massagearten im Überblick
- Was sagt die Wissenschaft zu Massage-Techniken?
- Wann sollte ich auf Massagen verzichten?
- Welche Massagen übernimmt meine Gesetzliche Krankenkasse?
- Wo bekomme ich gute Massagen?
- Fazit zu Massage-Techniken
- FAQ: Häufige Fragen zu Massage-Techniken
Was ist der Unterschied zwischen Wellness-Massage oder medizinischer Massage?
Die klassische Massage bearbeitet Muskeln, Haut, Sehnen und Bindegewebe durch Drücken, Dehnen, Ziehen, Reiben und Klopfen. Sie soll die Durchblutung anregen und Verspannungen lösen. Sie gilt als anerkannte ergänzende Behandlungsform, wenn sie therapeutisch eingesetzt wird. Wellness-Massagen dienen dagegen vor allem Entspannung und Wohlbefinden. Beide nutzen ähnliche Handgriffe, unterscheiden sich aber im Ziel, in der Verordnung und in der Kostenübernahme.
Diese 5 Massage-Grundgriffe sollten Sie kennen
Fast jede Massage setzt sich aus fünf Grundgriffen zusammen:
- Effleurage:
sanftes Streichen, das an die Hände gewöhnt und Öl verteilt - Petrissage:
Walken und Kneten, das tiefer ins Gewebe geht und meist in der Mitte der Massage folgt - Friktion:
kreisende Bewegungen zur Lockerung der Muskulatur - Tapotement:
Klopfen mit den Handkanten zur Anregung der Durchblutung - Vibration:
feines Schütteln, oft gegen Ende der Massage
Massagearten im Überblick
- Klassische/Schwedische Massage:
Streichen, Kneten, Reiben und Klopfen; in Deutschland am weitesten verbreitet - Thai-Massage:
Akupressur, Dehn- und Streckelemente sowie Yoga-Anteile, teils ergänzt durch heiße Kräuterkompressen - Shiatsu:
Fingerdruck entlang der Meridiane, meist ohne Öl - Tuina:
Rund 300 verschiedene Grifftechniken und Druckpunktmassage - Akupressur:
Sanfter Fingerdruck auf bestimmte Druckpunkte - Fuß- und Reflexzonenmassage:
Druck auf Reflexzonen an Füßen, Händen oder Ohren - Hot-Stone-Massage:
Erwärmte Basaltsteine werden mit Öl kombiniert - Lomi-Lomi:
Fließende Bewegungen mit Händen, Unterarmen und Ellbogen, oft von zwei Therapeuten - Abhyanga:
Ölganzkörpermassage, häufig synchron von zwei Therapeuten durchgeführt - Watsu:
Dehnung, Gelenkmobilisation und Druck im warmen Wasser - Unterwasserstrahlmassage:
Gezielte Wasserstrahlen werden mit Auftrieb und Wärme kombiniert - Schokoladenmassage:
Warmes Schokoladen-Mandelöl-Gemisch verbindet Hautpflege und Genuss - Klangschalenmassage:
Klangschalen werden auf dem bekleideten Körper platziert, sodass deren Schwingungen spürbar werden
Was sagt die Wissenschaft zu Massage-Techniken?
Viele Menschen erleben Massagen als wohltuend. Ihr Nutzen ist aus wissenschaftlicher Sicht laut Techniker Krankenkasse jedoch nur eingeschränkt nachgewiesen, auch weil aussagekräftige Studien bei Massagen schwer umzusetzen sind. Am besten untersucht ist die Wirkung bei Rücken- und Schulterschmerzen sowie einigen rheumatischen Beschwerden, wo Studien kurzzeitig eine Besserung zeigen. Die Risiken der Massage gelten als äußerst gering, und für klassische Massageformen liegen Hinweise auf positive Effekte bei Stress und Rückenschmerzen vor.
Bei fernöstlichen Konzepten mit Meridianen, Energiebahnen oder Reflexzonen sind die zugrunde liegenden Vorstellungen wissenschaftlich nicht belegt. Ein Entspannungseffekt ist dennoch gut möglich. Sehen Sie diese Massagen daher als Wellness-Erlebnis und nicht als Therapie.
Wann sollte ich auf Massagen verzichten?
Direkt nach Verletzungen, bei Knochenbrüchen oder Muskelfaserrissen kann die mechanische Reizung die Beschwerden verschlimmern. Auch bei Thrombosen, Tumoren oder akuten Entzündungen sind Massagen oft nicht geeignet. Fragen Sie im Zweifel Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, und informieren Sie das Spa-Personal vorab über Vorerkrankungen und Schwangerschaft.
Welche Massagen übernimmt meine Gesetzliche Krankenkasse?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen bei ärztlicher Verordnung die Kosten für klassische Massage und Lymphdrainage, abzüglich Zuzahlung. Ganzkörper-, fernöstliche und Wellness-Massagen müssen Sie selbst bezahlen. Für den Wellnessurlaub heißt das: Massagen im Hotel oder in der Therme sind in aller Regel Selbstzahlerleistungen. Attraktive Kombinationen mit Übernachtung finden Sie bei unseren Angeboten, einen Einstieg bieten Day Spa Angebote und Private Spa Angebote.
Wo bekomme ich gute Massagen?
Die von Wellness Stars ausgezeichneten Hotels, Thermen und Gesundheitsresorts verfügen über ausreichend Behandlungsräume und geschultes Fachpersonal. Seit 2004 prüfen unsere Fachleute anhand von Qualitätskriterien unter anderem die Ausstattung, die Durchführung der Anwendungen und die Qualifikation des Personals. So können Sie klassische oder exotische Massagen mit gutem Gewissen buchen. Fachbegriffe erklärt unser Glossar, und ein passendes Haus finden Sie über Wunschurlaub finden. Als Geschenk eignen sich unsere Gutscheine.
Unser Fazit
Es gibt nicht die eine beste Massage. Wer Verspannungen lösen möchte, ist mit einer klassischen Massage gut beraten. Wer Ruhe und Genuss sucht, findet bei Hot Stone, Lomi-Lomi oder Abhyanga das passende Erlebnis, und wer Neues entdecken möchte, probiert Thai-Massage, Shiatsu oder Watsu. Sprechen Sie vorab mit dem Team über Ihre Wünsche und Beschwerden. So wird aus der Massage ein Erlebnis, das wirklich zu Ihnen passt.
Arne Mellert,
Geschäftsführer des Heilbäderverbands Baden-Würrttemberg
FAQ: Häufige Fragen zu Massage-Techniken
Die klassische Massage zielt auf Muskeln und Verspannungen und kann bei ärztlicher Verordnung therapeutisch eingesetzt werden. Wellness-Massagen stehen für Entspannung und Wohlgefühl und sind Selbstzahlerleistungen.
Meist die klassische bzw. schwedische Massage. Auch Thai-Massage und Shiatsu werden dafür gern gebucht.
Effleurage (Streichen), Petrissage (Kneten), Friktion (Reiben), Tapotement (Klopfen) und Vibration (Schütteln).
Das ist Geschmackssache. Sanfte Ölmassagen wie Abhyanga oder Lomi-Lomi, Hot Stone und Watsu gelten als besonders wohltuend.
Der Nutzen ist nur eingeschränkt nachgewiesen. Am besten untersucht sind Rücken- und Schulterschmerzen. Fernöstliche Konzepte wie Meridiane sind nicht belegt.
Bei frischen Verletzungen, Knochenbrüchen, Thrombosen, Tumoren oder akuten Entzündungen. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt.
In der Regel nicht. Nur ärztlich verordnete Heilmittelbehandlungen wie klassische Massage oder Lymphdrainage werden übernommen, meist mit Zuzahlung.
An geschultem Fachpersonal, transparenter Beschreibung der Anwendungen und unabhängigen Siegeln wie dem Wellness Stars Qualitätssiegel.

Über uns
Seit 2004 testen und bewerten unsere geschulten Prüfer das aktuelle Wellnessangebot von Hotels, Thermen und Resorts in Deutschland getreu unserem Leitsatz: „Wir prüfen. Sie entspannen.“ Über die Wellness Stars
Wellness-Angebote
Lassen Sie sich von den ausgewählten Wellness-Angeboten unserer geprüften Wellnesshotels und Thermen zu einem Kurzurlaub inspirieren! Zu den Angeboten